3. Gleichgewicht von Geben und Nehmen

Eine weitere Herausforderung in gut funktionierender Kommunikation ist das Recht auf Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Die Menge, wieviel jeder gibt und nimmt, lässt sich nicht quantitativ errechnen. Es hat etwas mit dem persönlichen Gefühl zur Situation und der betreffenden Person zu tun.

Letztendlich ist es immer wichtig zu wissen, dass ein System zum Ausgleich hinstrebt, was heißt: Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, dann arbeite im z. B. weniger, weil ich denke, die anderen tun es auch, oder ich bediene mich der Ressourcen meines Arbeitgebers. Man denke an die typische Mitnahme von Büromaterial, weil man denkt, man habe es sich verdient.

Hier folgen die Beispiele aus dem beruflichen und privaten Umfeld

Ein Beispiel aus dem beruflichen Umfeld

Nehmen Sie ein Unternehmen, in dem Sie über zehn Jahre arbeiten. Sie bauen eine Abteilung auf und stellen neue Mitarbeiter ein, bringen dem Unternehmen neue Impulse, damit die Abläufe optimiert werden. Dafür erhalten Sie ein Gehalt, was Sie allerdings nicht zufrieden stellt. Sie stellen fest, dass, obgleich alles gut läuft, Ihr Chef Sie immer wieder kontrolliert und Ihre Arbeit in Frage stellt.
Wenn Arbeit durch wertschätzende Haltung nicht gewürdigt wird (in dem Fall kein Ausgleich geschaffen wird, durch Lob oder Anerkennung), kann es bei einem noch so guten Gehalt zu Unzufriedenheit führen. In diesem Beispiel fing der Mitarbeiter an, zunächst innerlich zu kündigen, immer demotivierter zu werden und dann das Unternehmen zu verlassen.

Ein Beispiel aus dem privaten Umfeld

Sie sind mit jmd. befreundet und haben das Gefühl, sich sehr um die Person zu kümmern. Sie rufen an, machen Geschenke und haben das Gefühl, von der anderen Seite kommt nichts. Wenn ich das erzähle, so fällt Ihnen sicher ein ähnliches Beispiel auch aus ihrem Leben ein. Systemgesetzverletzungen sind an persönliche Gefühle gekoppelt. Dem einen macht es nichts aus, derjenige zu sein, der ständig anruft, dem anderen schon.
Es gilt zu überprüfen, wo Übereinstimmungen vorhanden sind und wo nicht. Denn manchmal bedenken wir nicht, dass die andere Person vielleicht andere Dinge für uns tut, an die wir gar nicht denken.

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